acoust IQ at DAGA 2026
Dresden | March 2026
by Imran Moseley
Akustik, Software und KI – Einblicke von der DAGA 2026
Nach dem Besuch der DAGA 2026 in Dresden wird eines deutlich: Die Akustik ist längst keine rein klassische Ingenieurdisziplin mehr. Sie wird digital, software- und datengetrieben – und dieser Wandel verändert grundlegend, wie wir Schall messen, analysieren und managen.
Die DAGA ist einer der wichtigsten Treffpunkte für Fachleute aus den Bereichen Akustik, Lärm und Vibration und bringt Forschende, Ingenieure und Branchenspezialisten aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Die diesjährige Konferenz hat eine Entwicklung bestätigt, auf die wir bei acoust IQ von Anfang an hinarbeiten: die Verschmelzung von präziser Messtechnik, cloudbasierter Datenverarbeitung und intelligenter Analyse.
Die Bandbreite der modernen Akustik
Einer der beeindruckendsten Aspekte der DAGA ist stets die Themenvielfalt – von Bau- und Raumakustik über Fahrzeugakustik, Elektroakustik, Sound-Design und Psychoakustik bis hin zu Klangumgebungen in der virtuellen Realität. Diese Disziplinen sind zunehmend durch Simulation, Messung, Wahrnehmung und Softwareplattformen miteinander verbunden.
Die Akustik ist heute in nahezu jeder Branche relevant und bewegt sich an der Schnittstelle von Physik, Ingenieurwesen, Psychologie, Data Science und Software. Damit ist sie hervorragend für die nächste Welle der digitalen Transformation positioniert.
Der Wandel hin zu intelligenter Messung und Datenanalyse
Ein zentrales Thema der DAGA 2026 war die wachsende Bedeutung von intelligenter akustischer Messtechnik, Simulation und Datenanalyse. Die Kombination aus Sensorik, Software und Analytik verändert, wie wir Schallumgebungen verstehen und gestalten – in Gebäuden, in der Industrie, im Verkehr und im urbanen Raum.
Traditionell war die Arbeit in der Akustik oft messlastig, von manueller Analyse geprägt, spezialistengetrieben und langsam in der Iteration. Die Entwicklung geht nun klar in eine andere Richtung:
- Automatisierte Mess-Workflows – von der Datenerfassung bis zum fertigen Report
- Simulation vor dem physischen Test – zur Reduzierung von Zeit und Kosten
- Cloudbasierte Datenplattformen – für standortübergreifenden Zugriff und Zusammenarbeit
- KI-gestützte Analyse – für schnellere und konsistentere Ergebnisse
- Software-definiertes Akustik-Engineering – zur Integration des gesamten Workflows
Das ist genau der Übergang, für den acoust IQ entwickelt wurde. Unsere Plattform verbindet ein Klasse-1-Messsystem mit Cloud-Konnektivität und Fern-Messfunktionen – und überführt die akustische Messtechnik von isolierten, manuellen Prozessen in einen vernetzten, digitalen Workflow.
KI-Adoption in der deutschen Industrie
Dieser Wandel findet nicht isoliert statt. In der gesamten deutschen Industrie – insbesondere im Maschinenbau, der Automobilindustrie und der Fertigung – werden KI und datengetriebene Workflows zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor.
Einige wesentliche Entwicklungen:
- Die KI-Nutzung in deutschen Unternehmen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, insbesondere in der Fertigungsindustrie, wie Studien des ifo-Instituts und des ZEW zeigen.
- In der Automobilbranche investieren laut Gartner aktuell über 95 % der Hersteller aktiv in KI – insbesondere in der Fahrzeugentwicklung und Fertigungsoptimierung.
- Große deutsche Industrieunternehmen investieren erhebliche Summen in KI-Anwendungen – von Engineering und Produktion bis hin zur Logistik.
- Im Software-Engineering werden KI-gestützte Werkzeuge zunehmend zum Standard und verändern die Art, wie Code geschrieben, getestet und optimiert wird.
Die übergeordnete Richtung ist klar: Deutsche Ingenieurbranchen werden software-, daten- und KI-getrieben – und die Akustik wird diesem Weg folgen.
Was das für die Akustikbranche bedeutet
Fasst man diese Trends zusammen, zeichnen sich vier zentrale Entwicklungen ab:
1. Software wird zum Kern der Arbeit Akustische Engineering-Workflows werden sich zunehmend in integrierte Software-Umgebungen verlagern. Bei acoust IQ ist das bereits Realität: Unser System deckt die gesamte Kette von der mobilen Messung bis zum vorlagenbasierten Reporting ab – ohne Medienbrüche oder manuelle Datenübertragung.
2. Daten werden wertvoller als Einzelmessungen Unternehmen werden akustische Datenbanken, Simulationsmodelle und prädiktive Werkzeuge aufbauen. Mit acoust IQ pro werden Messdaten in der Cloud gespeichert und können team- und standortübergreifend geteilt und analysiert werden.
3. KI wird Analyse und Optimierung unterstützen KI wird zunehmend bei der Schallquellenidentifikation, der Optimierung der Klangqualität, der automatisierten Berichterstellung, der Kalibrierung von Simulationsmodellen und der Anomalieerkennung zum Einsatz kommen. Diese Fähigkeiten bauen auf strukturierten, cloudbasierten Messdaten auf – genau der Art von Daten, die Plattformen wie acoust IQ bereitstellen.
4. Geschwindigkeit wird zum Wettbewerbsvorteil Schnellere Messungen, schnellere Simulationen, schnellere Berichte, schnellere Entscheidungen. Mit acoust IQ live können Messungen in Echtzeit ferngesteuert und überwacht werden – das eliminiert Reisezeiten und ermöglicht Expertenanalysen von jedem Ort der Welt.
Das große Ganze
Die Akustik folgt demselben Entwicklungspfad, den viele Ingenieurdisziplinen in den vergangenen zwei Jahrzehnten durchlaufen haben:
- Manuelles Engineering
- Computergestütztes Engineering
- Simulationsgetriebenes Engineering
- Datengetriebenes Engineering
- KI-gestütztes Engineering
Wir befinden uns aktuell zwischen den Stufen 3 und 4, mit klarer Bewegung in Richtung KI-gestütztes Akustik-Engineering. acoust IQ wurde entwickelt, um genau diesen Übergang zu beschleunigen – als digitale Infrastruktur, die Messung, Daten und Analyse in einer einzigen, skalierbaren Plattform verbindet.
Fazit
Veranstaltungen wie die DAGA sind eine wertvolle Erinnerung daran, dass die Akustik ein breiteres und wichtigeres Feld ist, als viele annehmen. Schall beeinflusst Gebäude, Fahrzeuge, Produkte, Städte, Arbeitsplätze und menschliches Wohlbefinden. In einer Welt, die immer urbaner, digitaler und software-definierter wird, gewinnt die Akustik weiter an Bedeutung.
Der größte Wandel wird dabei nicht allein von neuen Mikrofonen oder neuen Materialien ausgehen. Er wird von Software, Daten und intelligenter Analyse getrieben. Und genau dort wird das nächste Kapitel der Akustikbranche geschrieben.
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